McLeod Ganj, Tibetisches Viertel im Bezirk Kangra, Indien
McLeod Ganj ist ein Vorort in den Dhauladhar-Bergen auf 2004 Metern Höhe mit engen Gassen zwischen Steinhäusern und kleinen Geschäften. Gebetsfahnen in fünf Farben spannen sich über die Straßen und flattern im Wind zwischen den Dächern.
Ein britischer Beamter gründete die Siedlung als Bergstation während der Kolonialzeit in den 1850er Jahren. Die Gemeinde wandelte sich ab 1960 vollständig, als der Dalai Lama mit tausenden Tibetern hierher kam und den Ort zum Zentrum der tibetischen Diaspora machte.
Der Ort trägt seinen Namen nach einem britischen Kolonialbeamten und beherbergt heute das größte tibetische Zentrum außerhalb von Tibet. Reisende begegnen Mönchen in burgunderfarbenen Roben auf den Wegen und hören die Gebetsmühlen drehen, während Rauch von Butterlampen aus den Tempelfenstern aufsteigt.
Der kühlere Herbst zwischen September und November bietet die klarste Sicht auf die Berge und angenehme Temperaturen zum Gehen. Steile Anstiege verbinden die verschiedenen Ebenen der Siedlung, deshalb sollte man bei Regen vorsichtig auf den glatten Steinstufen sein.
Die Residenz des Dalai Lama steht hinter einfachen gelben Mauern ohne besondere Dekoration und wirkt bescheiden zwischen den anderen Gebäuden. Besucher können an öffentlichen Lehrveranstaltungen teilnehmen, bei denen er spricht, wenn er nicht auf Reisen ist.
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