Chandra Taal, Gletschersee im Distrikt Lahaul und Spiti, Indien.
Der Chandra Taal ist ein Gletschersee im Hochland Lahauls und Spitis, der sich in einer Höhe von etwa 4.300 Metern in den östlichen Himalaya erstreckt. Das Wasser bedeckt eine Fläche von ungefähr 1,7 Kilometern Länge und etwa 400 Metern Breite und liegt in einem trockenen Gebirgsgebiet.
Der See war lange Zeit ein traditionelles Weideland für Hirten aus den Regionen Kullu und Kangra, die ihre Schafe während der wärmeren Monate über etablierte Bergwege dorthin brachten. Diese Weidepraktiken prägten die Geschichte der Region und zeigen eine lange Tradition der Nutzung dieser Hochlandlandschaft.
Der Halbmondform des Sees hat seinen Namen in lokalen Überlieferungen, die ihn mit Himmelselementen der indischen Bergkultur verbinden. Die Seeufer und das umgebende Hochland sind Orte, an denen Menschen die Verbindung zwischen Landschaft und kosmischen Beobachtungen erlebten.
Der See ist zwischen Juni und September am besten erreichbar, wenn die Wege zugänglich sind und das Wetter am günstigsten ist. Ein kurzer Fußweg von etwa einem Kilometer vom Parkplatz führt zum Seeufer und sollte mit geeigneter Ausrüstung für die Höhenlage geplant werden.
Das Wasser ändert seine Farbe je nach Tageszeit und reflektiert dabei Berge und Himmel in verschiedenen Blautönen, ein Effekt der in dieser kalten Wüstenumgebung besonders auffällt. Diese visuellen Veränderungen entstehen durch die dünne Atmosphäre und die position der Sonne über dem hochgelegenen Gelände.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.