Leaning Temple of Huma, Hinduistischer Tempel in Sambalpur, Indien.
Der Schräge Tempel von Huma ist ein dem Gott Bimaleshwar geweihter Hindutempel auf einem Felsvorsprung am Ufer des Mahanadi. Sein weißer, vertikal geriffelter Turm neigt sich um 13,8 Grad, doch die Spitze bleibt senkrecht zum Boden. Ein rosafarbenes, geriffeltes Element krönt den Bau, und nahe der Basis ist ein kleiner rosa Bogen aufgemalt. Der Bhairavi-Devi-Tempel steht links, der Bhairo-Tempel rechts.
Kaiser Anangabhima Deva III. aus der Ganga-Dynastie gilt als Erbauer des Tempels. König Baliar Singh, der fünfte Chauhan-König von Sambalpur, ließ ihn zwischen 1660 und 1690 wieder aufbauen oder renovieren, und die benachbarten Schreine entstanden unter König Ajit Singh (1766–1788). Oriya-Quellen aus Odisha schreiben die Gründung stattdessen König Balaram Dev zu, was sie in die Jahre um 1545–1560 rücken würde.
Der Tempel ist Bimaleshwar gewidmet, einer Form Shivas, dessen Lingam der Überlieferung nach aus dem Untergrund hervorging. Ein Milchmann soll den Kult begonnen haben, nachdem man entdeckte, dass die Milch einer Kuh auf den Lingam floss. Jedes Jahr im März findet zu Shivratri am Fuß des Tempels ein Markt statt, der auch ausländische Besucher anzieht.
Der Tempel steht auf einem Felsvorsprung am Ufer des Mahanadi in Huma, 23 km südlich von Sambalpur. Hinter dem Heiligtum führen Stufen zum Fluss hinab, von wo aus man mit dem Boot zum Shyamakali-Schrein in Kunder Kuda gelangt. Der Jahresmarkt findet im März zu Shivratri am Fuß des Tempels statt.
Die Kudo-Fische, eine leicht rötliche Art ähnlich Aquarienkarpfen, sammeln sich am Flussghat neben dem Tempel und werden von Besuchern gefüttert. Der Legende nach verwandelt sich in Stein, wer einen fängt; eine Steinstatue am Tempel zeigt eine Frau, die einen Kudo-Fisch zerschneidet und so verflucht worden sein soll.
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