Behistun-Inschrift, Felsrelief und Inschrift im Bezirk Harsin, Iran.
Die Behistun-Inschrift befindet sich auf einer Kalksteinwand in Harsin County und zeigt sowaltpersische, elamitische als auch babylonische Schrift neben einem großen Felsenrelief. Das Relief erstreckt sich horizontal über die Felsfront und verbindet bildhauerische Darstellung mit langen Textpassagen in Keilschrift.
Darius I. ordnete die Anfertigung der Inschrift zwischen 522 und 486 vor Christus an, um seine militärischen Siege festzuhalten und seinen Anspruch auf den persischen Thron zu begründen. Später wurden die Inschriften im 19. Jahrhundert systematisch dokumentiert und trugen zur Entschlüsselung der Keilschrift bei.
Die mehrsprachige Inschrift vermittelte die königliche Botschaft über Handelsstraßen durch drei bedeutende Sprachen der antiken Welt. Diese Dreisprachigkeit machte den Text für Reisende und Händler unterschiedlicher Herkunft zugänglich.
Das Relief ist nur mit Ferngläsern oder Teleobjektiven aus der Distanz sichtbar, da es hoch oben an der Felswand liegt und nicht öffentlich zugänglich ist. Die beste Tageszeit für Fotos ist der Morgen, wenn das Licht die Schrift und das Relief deutlicher hervorhebt.
Die Inschrift diente als Schlüssel zur Entzifferung antiker Keilschriftsysteme durch ihre parallelen Texte in drei verschiedenen Sprachen. Forscher konnten durch Vergleich der drei Versionen die Bedeutung der Schriftzeichen nachvollziehen und entschlüsseln.
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