Kaschan, Wüstenoasenstadt in der Provinz Isfahan, Iran
Kashan ist eine Stadt in der Provinz Isfahan auf etwa 942 Metern Höhe, wo die Ausläufer der Kuhrud-Berge in die zentrale iranische Wüste übergehen. Die Siedlung erstreckt sich über Hänge und Täler mit traditionellen Lehmziegelhäusern, engen Gassen und einem historischen Basar, der handwerkliche Produkte und alltägliche Waren ausstellt.
Ausgrabungen an der nahen Stätte Tappe Sialk belegen menschliche Siedlungen aus dem Jahr 6000 vor Christus und frühe Metallverarbeitung ab 4000 vor Christus. Die Stadt entwickelte sich später zu einem wichtigen Produktionszentrum für Keramik und Textilien entlang alter Handelswege.
Der Name Kashan stammt vom persischen Wort für Keramik ab, da die Stadt im Mittelalter für die Fliesenherstellung bekannt war. Heute prägen Textilmanufakturen das Stadtbild und die lokale Wirtschaft.
Die Stadt liegt an der Eisenbahnlinie Qom-Zahedan, die Reisende mit anderen iranischen Städten verbindet und eine Ost-West-Verbindung durch das Land bietet. Besucher sollten beachten, dass Sommermonate sehr heiß sind und der nahegelegene Berg- und Wüstenraum sonnenschutzmittel und viel Wasser erfordert.
In den umliegenden Dörfern wird traditionell Rosenwasser hergestellt, wobei Quellwasser aus den Bergen zur Destillation der Blüten genutzt wird. Diese Produktion nutzt die natürliche Wasserzufuhr und verbindet alte Fertigkeitstechniken mit der lokalen Landschaft.
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