Nischapur, Historische Stadt in Razavi Khorasan, Iran.
Die Stadt erstreckt sich über eine fruchtbare Ebene nahe dem Binalud-Gebirge auf etwa 1200 Metern Höhe und bildet eine bedeutende urbane Siedlung im Nordosten des Iran. Breite Straßen führen durch Wohnviertel mit niedrigen Häusern aus Lehm und Ziegel, während sich Moscheen und Basare im älteren Stadtzentrum konzentrieren.
Schapur der Erste gründete die Siedlung im dritten Jahrhundert als Verwaltungszentrum für die Region Khorasan, die unter späteren Dynastien weiter wuchs. Erdbeben und Invasionen beschädigten die Stadt mehrfach, doch sie wurde jedes Mal wieder aufgebaut und blieb ein wichtiger Knotenpunkt entlang der Handelsrouten.
Die Gräber von Omar Khayyam und Attar liegen in ruhigen Gärten, die Besucher aus dem ganzen Land anziehen, die Gedichte rezitieren und Blumen niederlegen. Die Mausoleen zeigen persische Architektur mit Kuppeln und Kalligrafie, während sich in den umliegenden Vierteln Werkstätten befinden, in denen Handwerker nach Jahrhunderte alten Methoden Teppiche knüpfen.
Die beste Reisezeit liegt im Frühling und Herbst, wenn die Temperaturen mild sind und die umliegenden Felder blühen oder geerntet werden. Viele Sehenswürdigkeiten liegen verteilt im Stadtgebiet, daher ist es hilfreich, sich vorab zu orientieren oder einen lokalen Führer zu fragen.
Ausgrabungen zwischen 1934 und 1940 legten große Mengen an Keramik und Architekturfragmenten aus der Seldschukenzeit frei, die heute in Museen weltweit zu sehen sind. Die Funde zeigen, wie hoch entwickelt die Handwerkskunst während des Mittelalters in dieser Region war.
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