Hormus, Insel im Persischen Golf in der Provinz Hormozgan, Iran
Hormuz ist ein kleines Eiland im Persischen Golf, etwa 8 Kilometer vor der iranischen Küste gelegen und Teil des Bezirks Hormuz in der Provinz Hormosgān. Die Strände leuchten durch eisenhaltiges Gestein in kräftigem Rotbraun, während sich zwischen den bunten Hügeln vereinzelte Mangrovenwälder ausbreiten.
Portugiesische Truppen eroberten das Eiland 1507 und errichteten eine Festung, um den Seeweg nach Indien zu kontrollieren. Später wechselte die Herrschaft mehrfach, bis das Gebiet unter persischer Verwaltung blieb.
Die Frauen auf diesem Eiland tragen einen charakteristischen Gesichtsschleier namens Boregheh, dessen Form und Farbe ihre Stammeszugehörigkeit verraten. Dieser textile Schmuck wird im Alltag getragen und ermöglicht es Besuchern, die lokale Bandari-Identität aus nächster Nähe zu erleben.
Fähren fahren regelmäßig vom Festhafen Bandar Abbas und von Qeshm herüber; vor Ort bewegt man sich hauptsächlich mit Tuk-Tuks oder Motorrädern fort. Die Wege sind oft unbefestigt, daher empfiehlt sich festes Schuhwerk und Sonnenschutz für längere Ausflüge im Freien.
Das rote Gestein enthält so viel Eisenoxid, dass Einheimische feines Pulver davon in ihren Brotteig und ihre Fischgerichte mischen. Diese Praxis verleiht den Speisen eine unverwechselbare Farbe und eine leicht mineralische Note.
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