Große Mauer von Gorgan, Antike Verteidigungsanlage in der Provinz Golestan, Iran
Die Große Mauer von Gorgan ist eine antike Befestigungslinie in der Provinz Golestan im Nordiran, die sich vom Kaspischen Meer bis zum Gebirge Bilyi Kuh erstreckt. Entlang ihrer Trasse befinden sich mehrere Festungsanlagen, die als militärische Stützpunkte dienten und durch Mauersegmente aus rotem Ziegel miteinander verbunden waren.
Persische Ingenieure errichteten diese Befestigung während der Herrschaft der Sassaniden im 5. Jahrhundert, um das Reich gegen Reitervölker aus den nördlichen Steppen zu schützen. Spätere Herrscher nutzten Teile der Anlage weiter, bis Veränderungen in Kriegsführung und politischer Geografie ihre Bedeutung minderten.
Der Name leitet sich von der nahegelegenen Stadt Gorgan ab und verweist auf die jahrhundertealte Bedeutung dieser Region als Grenzzone zwischen sesshaften Siedlungen und weiten Steppengebieten. Besucher erkennen die rötliche Farbe der Ziegel, die aus örtlichem Lehm gebrannt wurden und dem Bauwerk ein warmes Erscheinungsbild verleihen.
Die Mauer lässt sich an mehreren Stellen über Straßen erreichen, die von der Stadt Gorgan aus in die umliegenden Ebenen führen, wobei Frühjahr und Herbst angenehmere Temperaturen bieten. Es empfiehlt sich, bei der Erkundung der entlegenen Abschnitte festes Schuhwerk zu tragen und ausreichend Trinkwasser mitzuführen.
Ein ausgeklügeltes Bewässerungssystem versorgte einst die Besatzungen entlang der gesamten Mauer mit Frischwasser, indem es Kanäle parallel zum Verteidigungswall führte. Die Anlage gehört nach den chinesischen und römischen Verteidigungslinien zu den längsten der Antike und zeigt die technische Leistungsfähigkeit persischer Baumeister.
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