Kul-e Farah, Archäologische Stätte im Izeh-Tal, Iran
Kul-e Farah ist eine archäologische Stätte mit sechs Felsenreliefs, die in Steinflächen entlang eines saisonalen Bachbetts in den Zagros-Bergen eingemeißelt sind. Die Schnitzereien liegen auf etwa 800 Metern Höhe und erstrecken sich über das Tal mit unterschiedlich großen Reliefs an mehreren Positionen.
Die Stätte wurde 1836 von H.C. Rawlinson entdeckt und zeigt Reliefs aus dem 8. bis 6. Jahrhundert v.Chr. Diese Werke sind hervorragende Beispiele für die Kunstfertigkeit der elamitischen Periode und dokumentieren eine Zeit bedeutender kultureller Entwicklung in der Region.
Die Schnitzereien zeigen Szenen von Tieropfern, Prozessionen und musikalischen Auftritten, die die gesellschaftliche Ordnung der elamitischen Zeit widerspiegeln. Diese Darstellungen geben Einblick in das tägliche Leben und die religiösen Praktiken der antiken Bevölkerung.
Der Ort liegt in der Nähe der Stadt Izeh in der Provinz Khuzestan und ist über lokale Verkehrsnetze erreichbar. Besucher sollten sich auf unebenes Gelände und freigelegte Felsen vorbereiten, da die Reliefs an natürlichen Steinflächen entlang des Bachtales angebracht sind.
Zwei große unregelmäßig geformte Steine markieren den Eingang zum Tal und tragen detaillierte Eingravierungen von Menschen und Tieren in zeremoniellen Positionen. Diese besonderen Markierungen dienten möglicherweise als rituelle Eingangsportal für die antiken Besucher des Ortes.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.