Alamut, Bergfestung in der Provinz Qazvin, Iran
Die Burg von Alamut ist eine Festung in der Provinz Qazvin im Iran, die auf einem felsigen Plateau in den Alborz-Bergen in 2000 Metern Höhe liegt und aus Stein im safawidischen Stil errichtet wurde. Die Ruinen umfassen drei erhaltene Wehrtürme, Reste von Wohnquartieren und mehrere in den Fels gehauene Zisternen zur Wasserversorgung.
Die Justaniden errichteten die Festung im Jahr 860, die später im Jahr 1090 von Hassan Sabah übernommen wurde und zum Hauptsitz der nizaritischen Ismailiten aufstieg. Die Mongolen eroberten und zerstörten die Anlage im Jahr 1256 während ihres Feldzugs durch die Region.
Der Name stammt von Aleh Amut und bedeutet Adlerhorst, weil Könige aus Deylaman diesen Ort durch die Führung eines Adlers entdeckt haben sollen. Die Festung beherbergte einst eine bedeutende Bibliothek mit Schriften zu Philosophie und Naturwissenschaften, die Gelehrte aus verschiedenen Regionen anzog.
Der Aufstieg zur Ruine führt über etwa 400 in den Fels gehauene Stufen und erfordert festes Schuhwerk sowie ausreichend Trinkwasser bei warmem Wetter. Die Anlage ist tagsüber zugänglich und bietet an mehreren Stellen Ausblicke auf die umliegenden Täler und Berge.
Die Wasserreservoirs in der Anlage wurden so konstruiert, dass sie Regenwasser sammelten und über Monate hinweg eine Versorgung für die Bewohner sicherstellen konnten. Diese technische Lösung ermöglichte es der Festung, auch lange Belagerungen zu überstehen, ohne auf externe Wasserquellen angewiesen zu sein.
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