Bibi Shahrbanu Shrine, Islamischer Schrein in Ray, Iran.
Das Bibi-Shahrbanu-Schrein ist ein Wallfahrts- und Mausoleumsgebäude in Ray County, südlich von Teheran, das in den Felshang eines Berges eingebettet ist. Es besteht aus Stein, Ziegeln, Mörtel und Kacheln und weist architektonische Elemente aus mehreren historischen Epochen auf, darunter Buyiden-, Safawiden- und Qadjaren-Stile.
Die Stätte geht auf die frühe islamische Zeit zurück und wurde erstmals unter der Buyiden-Dynastie im 10. und 11. Jahrhundert als Heiligtum genutzt. Spätere Dynastien, insbesondere die Safawiden und Kadscharen, bauten es aus und hinterließen erkennbare architektonische Spuren.
Bibi Shahrbanu gilt laut Überlieferung als Tochter des letzten sassanidischen Königs und soll einen der Söhne des Imams Ali geheiratet haben, was die Stätte für schiitische Muslime besonders bedeutsam macht. Besucher können beobachten, wie Pilger Tücher und Bänder an das Gitter des Schreins binden, eine in Iran weit verbreitete Geste der Fürbitte.
Der Schrein liegt im Gebiet von Ray, südlich von Teheran, und ist von der Stadtmitte aus erreichbar. Der Weg zum eigentlichen Heiligtum führt einen steilen Hang hinauf, daher ist festes Schuhwerk empfehlenswert. Da es sich um einen aktiven Wallfahrtsort handelt, wird von Besuchern respektvolle Kleidung erwartet.
In der Nähe des Schreins gibt es eine Felsspalte, die laut Volksglauben von der Prinzessin selbst hinterlassen wurde, als sie vor arabischen Truppen floh und in den Berg verschwand. Diese Überlieferung erklärt, warum der Ort für manche Besucher weniger als Grabmal denn als Schwelle zwischen zwei Welten gilt.
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