Gur-e Dokhtar, Achämenidisches Grabmal im Landkreis Dashtestan, Iran.
Gur-e Dokhtar ist ein kleines rechteckiges Steinmonument in der Grafschaft Dashtestan, Iran, das nach achämenidischer Bauart aus sorgfältig behauenen und übereinander gestapelten Blöcken errichtet wurde. Es misst etwa 5 mal 4 Meter und ist knapp 4,5 Meter hoch; im Inneren befindet sich eine Grabkammer mit vertieften Nischen in der oberen Zone der Wände.
Das Monument stammt aus dem 5. Jahrhundert v. Chr. und gehört zur Achämenidenzeit, einer Epoche, in der das persische Reich über weite Teile des Nahen Ostens herrschte. Archäologische Untersuchungen haben ergeben, dass in der Nähe auch Bauwerke aus der späteren Sassanidenzeit vorhanden sind.
Die Steine von Gur-e Dokhtar sind ohne Mörtel zusammengefügt und durch Metallklammern verbunden, eine Technik, die für bedeutende Bauten der Achämenidenzeit typisch war. Diese Verbindungsart ist von außen nicht sichtbar, zeigt aber das handwerkliche Können der damaligen Steinmetze.
Das Bauwerk ist sehr kompakt, daher sollte man sich beim Betreten der engen Grabkammer langsam und vorsichtig bewegen. Wer vorab Informationen über die achämenidische Architektur liest, kann die Details des Mauerwerks und der Nischen vor Ort besser einordnen.
Das gesamte Monument besteht aus nur zweiundzwanzig Steinblöcken, was bedeutet, dass jedes einzelne Teil mit äußerster Genauigkeit gehauen und platziert werden musste. Diese geringe Anzahl von Teilen macht das Bauwerk zu einem der kompaktesten Beispiele achämenidischer Steinbaukunst, die erhalten geblieben sind.
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