Isländisches Phallusmuseum, Phallologisches Museum in Reykjavík, Island
Das Isländische Phallusmuseum in der Laugavegur 116 in Reykjavík zeigt rund 280 Präparate von 93 Säugetierarten in sieben Abteilungen, darunter Wale, Bären, Robben und Landsäugetiere. Ein Glaszylinder auf einem dunklen Sockel enthält ein langes, blasses, spitz zulaufendes Präparat, das von unten beleuchtet wird; Wandposter zeigen Zeichnungen von Meerestieren unter einem Schild mit der Aufschrift „DISCOVERY“ und „WHALES“.
Sigurður Hjartarson gründete das Museum 1997, nachdem er bereits in seiner Jugend begonnen hatte, anatomische Objekte von verschiedenen Tierarten zu sammeln. Die Einrichtung zog später vom ursprünglichen Standort in einen größeren Raum im Stadtzentrum von Reykjavík um.
Das Museum trägt den isländischen Namen Hið Íslenzka Reðasafn und bezieht sich damit auf ein Thema, das weltweit selten öffentlich behandelt wird. Besucher sehen wissenschaftliche Präparate in einer nüchternen Umgebung, die das Thema ohne Tabu oder Dramatik präsentiert.
Das Museum liegt am Laugavegur 116, der Haupteinkaufsstraße von Reykjavík, und ist täglich von 10 bis 18 Uhr ohne Schließtage geöffnet. Die Ausstellung ist in sieben Abschnitte nach Tiergruppen gegliedert, von Walen und Bären über Robben und Landsäugetiere bis zu einer Folklore-Abteilung, sodass man einem nummerierten Rundgang folgt.
Die Sammlung reicht von einem Pottwal-Präparat von 170 Zentimetern Länge bis hin zu einem winzigen Hamsterknochen, der nur mit Vergrößerung erkennbar ist. Einige Objekte sind legendären isländischen Wesen wie Elfen und Trollen zugeschrieben, obwohl deren Existenz nie nachgewiesen wurde.
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