Hornstrandir, Naturschutzgebiet in den nördlichen Vestfirðir, Island
Hornstrandir ist ein Naturschutzgebiet in den nördlichen Westfjorden Islands mit steilen Klippen, Berggipfeln bis etwa 740 Meter Höhe und unberührten Fjorden. Die geschützte Region erstreckt sich über rund 600 Quadratkilometer entlang der Grönlandküste und umfasst große Küstenbereiche.
Das Gebiet war bis in die 1950er Jahre besiedelt, als die Einwohner ihre Farmen und Fischersiedlungen wegen der unwirtlichen Bedingungen aufgaben. Der Rückgang der Bevölkerung markierte das Ende der traditionellen Besiedlung dieses abgelegenen Landstrichs.
Die Dörfer Hesteyri, Látrar und Aðalvík bewahren Häuser, die heute von Familien als Sommerresidenz genutzt werden. Diese alten Siedlungen zeigen, wie Menschen hier einst lebten und wie die Verbindung zum Ort bis heute andauert.
Besucher müssen sich vor der Anfahrt im Hornstrandir-Informationszentrum in Ísafjördur anmelden und Bootsdienste von dort aus buchen. Die meisten Exkursionen finden zwischen Juni und August statt, wenn das Wetter am stabilsten ist.
Das Gebiet bietet Schutz für Polarfüchse, die einzigen natürlich vorkommenden Landsäugetiere Islands, die hier vor der Jagd bewahrt sind. Diese Fuchspopulation ist spezialisiert auf das Leben in der arktischen Umgebung und trägt zum ökologischen Gleichgewicht bei.
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