Snæfellsjökull, Gletscher und Vulkan in Snæfellsbær, Island
Snæfellsjökull ist ein vergletscherter Vulkankegel im Westen Islands, der sich etwa 1446 Meter über den Meeresspiegel erhebt und die Snæfellsnes-Halbinsel dominiert. Der Gipfel trägt eine Eiskappe, die je nach Jahreszeit und Licht in verschiedenen Weißtönen schimmert und von vielen Punkten entlang der Küste sichtbar ist.
Das vulkanische System entstand vor etwa 700.000 Jahren und durchlief mehrere Phasen intensiver Aktivität während der Eiszeit. Die letzte bekannte Eruption ereignete sich um das Jahr 200 unserer Zeitrechnung, wobei Lavaströme bis zur Küste flossen und Teile der heutigen Landschaft formten.
Jules Verne wählte diesen Ort als Eingang zu unterirdischen Reichen in seinem Roman Die Reise zum Mittelpunkt der Erde von 1864.
Der Aufstieg erfordert Bergsteigerausrüstung und die Begleitung eines ortskundigen Führers, da Gletscherspalten und schnelle Wetterwechsel häufig sind. Für Besucher ohne Klettererfahrung bieten sich zahlreiche Wanderwege am Fuß des Berges an, die einen Blick auf den Vulkan erlauben.
In den 1960er Jahren diente das Gelände als Übungsort für amerikanische Astronauten, darunter Neil Armstrong und Buzz Aldrin, die hier vor ihrer Mondmission trainierten. Die NASA wählte den Ort wegen der Ähnlichkeit seiner Gesteinsformen mit der Mondoberfläche aus, was auch heute noch Besucher mit Interesse an Weltraumgeschichte anzieht.
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