Okjökull, ehemaliger Gletscher in Island
Okjökull ist ein ehemaliger Gletscher auf einem Schildvulkan in Westisland, der sich über mehrere Jahrzehnte aufgelöst hat. Die Stelle, wo einst Eismassen lagen, ist heute ein kahler Felshang mit einem kleinen See, wo Besucher noch die Umrisse der früheren Gletscherlandschaft erkennen können.
Am Anfang des 20. Jahrhunderts bedeckte Okjökull etwa 15 Quadratkilometer der Berglandschaft, doch der Gletscherabbau war während des gesamten 20. Jahrhunderts bemerkbar, wobei die Hälfte des Eisverlusts nach Mitte der 1990er-Jahre auftrat. Im Jahr 2014 wurde er als toter Gletscher erklärt, und 2019 verlor er offiziell seinen Status als Gletscher.
Der Name Okjökull bedeutet "Ok-Gletscher" in Isländisch, wobei "jökull" das isländische Wort für Gletscher ist. Heute zeugt der leere Platz von dem, was einmal eine prägende Landschaftsform war, und erinnert Besucher daran, wie eng die Natur mit der lokalen Identität verbunden ist.
Der Ort ist das ganze Jahr über zugänglich, aber der beste Zeitpunkt zum Besuchen ist der Sommer, wenn das Wetter milder ist und die Wanderung angenehmer wird. Der Plakette befindet sich auf einem Berg etwa 1.114 Meter über dem Meeresspiegel, und Besucher sollten feste Schuhe und Wetterschutz tragen, da die Gegend exponiert und windig sein kann.
Eine Gedenktafel mit den Worten des Schriftstellers Andri Snær Magnason wurde 2019 an der Stelle platziert, wo der Gletscher einst war, und erinnert an die Auswirkungen der Klimaveränderung. Die Tafel verzeichnet auch einen CO2-Messwert von 415 ppm, ein Rekord zur Zeit der Zeremonie, und warnt, dass weitere isländische Gletscher in den nächsten 200 Jahren wahrscheinlich verschwinden werden.
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