Vercelli, Provinzhauptstadt im Piemont, Italien
Vercelli ist eine Stadt in der Provinz Piemont zwischen dem Fluss Sesia und einem Netz von Bewässerungskanälen, die die Reisfelder der umgebenden Ebene versorgen. Die ältesten Viertel gruppieren sich rund um mehrere Plätze mit Arkadengängen und Kopfsteinpflasterstraßen, die zu öffentlichen Gärten und zur Flussuferpromenade führen.
Die Siedlung wuchs während der römischen Kaiserzeit zu einem regionalen Verwaltungszentrum und blieb bis ins Mittelalter ein Knotenpunkt für Handel und religiöse Macht. Große Teile der heutigen Bausubstanz stammen aus dem 12. und 13. Jahrhundert, als der Ort Schauplatz wichtiger kirchlicher Versammlungen war.
Der Name der Stadt bezieht sich auf ihre ursprüngliche Siedlung auf einem Hügel inmitten der Ebene, der heute von modernen Straßen umgeben ist. Wochenendmärkte beleben die Plätze rund um den Dom und ziehen Besucher aus den umliegenden Reisanbaugebieten an.
Das Stadtzentrum lässt sich bequem zu Fuß erkunden, da die meisten Sehenswürdigkeiten innerhalb weniger Straßenblöcke voneinander liegen. An Sommerwochenenden kann es rund um die Hauptkirche voller werden, während Wochentage ruhiger sind und mehr Raum für Besichtigungen bieten.
In der Bibliothek ruht ein angelsächsisches Manuskript aus dem späten 10. Jahrhundert, das Homilien und Gedichte in altenglischer Sprache bewahrt hat. Dieser Text gelangte über unbekannte Wege aus England hierher und gehört heute zu den ältesten erhaltenen Zeugnissen dieser literarischen Tradition.
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