Schloss Stupinigi, Jagdschloss in Nichelino, Italien.
Die Palazzina di caccia di Stupinigi ist eine ehemalige Jagdresidenz in Nichelino südwestlich von Turin, die aus einem zentralen ovalen Saal mit vier ausgreifenden Flügeln besteht. Die Anlage umfasst 137 Räume unterschiedlicher Größe und Ausstattung, die sich über eine Gesamtfläche von mehreren tausend Quadratmetern verteilen.
Der Architekt Filippo Juvarra begann 1729 mit dem Bau der Anlage im Auftrag von Viktor Amadeus II., der einen repräsentativen Landsitz für die Jagd und höfische Feste suchte. Spätere Herrscher des Hauses Savoyen ließen das Anwesen im Laufe des 18. Jahrhunderts mehrfach erweitern und um zusätzliche Flügel ergänzen.
Der Gebäudekomplex trägt den Namen nach dem Flecken Stupinigi, der einst von sumpfigem Gelände umgeben war und heute in die Gemeinde Nichelino eingegliedert ist. Die Räume zeigen zahlreiche Fresken und Stuckarbeiten, die von internationalen Künstlern im Auftrag des Hauses Savoyen geschaffen wurden und bis heute bewundert werden können.
Der Komplex liegt etwa 10 Kilometer südwestlich von Turin und ist mit dem Auto über gut ausgebaute Straßen zu erreichen. Die Anlage verfügt über barrierefreie Zugänge und empfängt jährlich mehrere zehntausend Besucher, die die Ausstellungsräume besichtigen.
Der bronzene Hirsch auf der Kuppel, ein Werk des Bildhauers Francesco Ladatte, wurde 1766 dort angebracht und ist zu einem Wahrzeichen des gesamten Anwesens geworden. Im Inneren befinden sich mehrere kleinere Kapellen und Andachtsräume, die von den ursprünglichen Bewohnern für private Gottesdienste genutzt wurden.
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