Nocera Umbra, italienische Gemeinde
Nocera Umbra ist eine Gemeinde in der Provinz Perugia, auf einem Hügel gelegen, der das Tal des Flusses Topino überblickt. Die mittelalterliche Altstadt besteht aus engen Gassen, Steinmauern und alten Toren, die zur Piazza Grande hinaufführen, wo die Kathedrale Santa Maria Assunta am höchsten Punkt steht.
Die antiken Umbrer gründeten die Siedlung, die später zu einer wichtigen Station an der Via Flaminia wurde. Im Frühmittelalter von den Goten zerstört, gehörte sie zum Herzogtum Spoleto und trat im 15. Jahrhundert dem Kirchenstaat bei, dem sie bis zur Einigung Italiens angehörte.
Der Name der Stadt erinnert an die antiken Umbrer, die sich einst hier niedergelassen haben. Heute prägen mehrere Kirchen und die Verehrung des Schutzpatrons das religiöse Leben, während die Satriano-Kavalkade im September die Erinnerung an den heiligen Franziskus wachhält.
Die Stadt erkundet man am besten zu Fuß, da die engen Gassen und Treppen der Hangsiedlung für Fahrzeuge schwer zugänglich sind. Wer weniger gut zu Fuß ist, findet gleich außerhalb der Stadttore einen barrierefreien Wanderweg namens Oasi del respiro und einen Sinnesgarten namens Giardino dei colori.
Die Stadt ist als Stadt der Wasser bekannt, da drei Mineralquellen in der Umgebung sprudeln: die Sorgente Angelica, die Sorgente Flaminia und die Sorgente del Cacciatore. Das Wasser der Angelica-Quelle wurde historisch sogar bis nach Istanbul verschifft.
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