Cittadella, Mittelalterliche Festungsstadt in der Provinz Padua, Italien.
Cittadella ist eine befestigte Gemeinde in der Provinz Padua im Nordosten Italiens, deren kreisförmige Mauern aus Ziegeln das gesamte historische Zentrum umschließen. Vier Tore öffnen sich in Richtung der Himmelsrichtungen und verbinden die Altstadt mit den modernen Außenbezirken.
Die Stadtfestung wurde 1220 von Padua gegründet, um einen militärischen Stützpunkt gegenüber Treviso zu schaffen, und folgte einem innovativen Bauplan mit doppelwandigen Strukturen. Später geriet sie unter die Kontrolle von Verona, Mailand und Venedig, bevor sie im 19. Jahrhundert Teil des italienischen Staates wurde.
Der zentrale Platz trägt den Namen eines lokalen Bürgers und wird von der barocken Kathedrale dominiert, deren Innenraum Werke venezianischer Maler aus dem 16. und 17. Jahrhundert zeigt. Die Gemeinde nutzt die Mauern und den inneren Kern auch für Veranstaltungen, die das Leben zwischen den alten Steinen wieder aufleben lassen.
Ein Rundgang auf den Mauern ermöglicht es, etwa die Hälfte des Umfangs auf dem oberen Wehrgang zu erlaufen, wobei der Einstieg über das Haupttor erfolgt. Man sollte festes Schuhwerk tragen, da die Stufen eng und teils steil sind.
Die Torre di Malta diente einst als Gefängnis und beherbergt heute ein kleines Museum mit mittelalterlichen Fundstücken aus der Umgebung. In den Archiven ruhen auch Dokumente über Ezzelino da Romano, den gefürchteten Statthalter, der im 13. Jahrhundert hier seine Gegner einsperrte.
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