Sappada, Berggemeinde in Friaul-Julisch Venetien, Italien
Sappada ist eine Berggemeinde in der Provinz Udine in den Karnischen Alpen, die auf 1.250 Metern Höhe liegt und von Wäldern sowie mehreren kleinen Bergseen umgeben ist. Die Ortsteile verteilen sich entlang des Tals und zeigen verschiedene Baustile, die sich an die Neigung und das Klima anpassen.
Die erste Erwähnung stammt aus dem Jahr 973, als das Gebiet unter bayerischer Verwaltung stand und germanische Siedler aus dem Norden kamen. Nach Jahrhunderten unter wechselnden Herrschaften trat der Ort 2017 von Venetien nach Friaul-Julisch Venetien über.
Die hier gesprochene Mundart verbindet sich mit den deutschen Wörtern, die frühere Siedler aus Bayern mitbrachten und die heute noch im Alltag zu hören sind. Diese Sprachform bleibt lebendig durch die Pflege in Gesprächen zwischen Generationen und in Festen, die das ganze Jahr über stattfinden.
Die Gemeinde bietet Unterkünfte in verschiedenen Preisklassen sowie Wanderwege, Radstrecken und Skigebiete, die das ganze Jahr über zugänglich sind. Im Winter benötigen Besucher warme Kleidung und geeignetes Schuhwerk, während im Sommer leichtere Ausrüstung für Bergtouren ausreicht.
Alte Holzhäuser in den Ortsteilen Sappada Vecchia und Cima zeigen die nordische Blockbautechnik, bei der man Baumstämme ohne Nägel aufeinanderschichtet. Diese Bauweise hält seit Jahrhunderten und schützt die Innenräume vor der Winterkälte durch dicke, natürlich isolierende Wände.
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