Viganella, Ort im Piemont, Italien
Viganella ist eine kleine Fraktion im Tal Antrona auf etwa 582 Metern Höhe, bestehend aus alten Steinhäusern und engen Gassen. Die Gebäude sind aus Tuffsteinen gebaut mit Ziegeldächern und zeigen eine schlichte, gut erhaltene Architektur inmitten einer ruhigen Berglandschaft.
Viganella wurde ursprünglich als eigenständige Gemeinde gegründet und lebte lange von Eisenabbau und Holzwirtschaft, wie alte Werkzeuge noch zeigen. Die Siedlung ging später in Borgomezzavalle auf und behielt ihre traditionellen Strukturen und Kirche aus dem frühen 17. Jahrhundert.
Der Name Viganella stammt aus dem Lateinischen und bedeutet kleines Dorf im Tal. Die Bewohner feiern jeden September das Fest ihrer Schutzpatronin Santa Maria mit Musik und lokalem Essen, wobei traditionelle Lieder und alte Bräuche lebendig bleiben.
Das Dorf hat keinen eigenen Supermarkt oder Apotheke, daher fahren Besucher für Einkäufe nach Borgomezzavalle. Die Zufahrtsstraßen sind eng und meist asphaltiert, daher ist langsames Fahren erforderlich und es sollte besonders auf Winterwetter geachtet werden.
Im Winter verliert das Dorf etwa 83 Tage lang die direkte Sonneneinstrahlung in seinem Zentrum. Um dieses Problem zu beheben, installierten Einwohner im Jahr 2006 einen riesigen stahlgerahmten Spiegel auf einem Berghang auf etwa 1.100 Metern Höhe, der Sonnenlicht in den Dorfplatz reflektiert.
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