Casale Monferrato, Historische Kommune in Piemont, Italien
Casale Monferrato ist eine Gemeinde in der Provinz Alessandria im Piemont, die am rechten Ufer des Po liegt. Über mehrere Brücken und Straßen verbindet sich der Ort mit der umliegenden Ebene und bietet von einigen Stellen aus Blick auf den Fluss und die Hügelketten dahinter.
Der Ort entstand in römischer Zeit als Siedlung und wuchs im Mittelalter zu einem Zentrum mit eigener Verwaltung heran. Im 15. Jahrhundert wurde er Hauptstadt unter der Herrschaft der Familie Palaiologos, bevor er 1536 an die Gonzaga überging.
Die Kathedrale Sant'Evasio trägt den Namen eines frühen Märtyrers und dient bis heute als geistliches Zentrum der Gemeinde, mit Gläubigen die regelmäßig zu Gottesdiensten kommen. Im Inneren fallen dem Besucher romanische Bögen und mittelalterliche Steinmetzarbeiten auf, die von der jahrhundertelangen religiösen Tradition des Ortes zeugen.
Die Gemeinde erreicht man gut über Landstraßen aus dem benachbarten Turin, das etwa 60 Kilometer westlich liegt. Innerhalb des Ortes kann man die wichtigsten Punkte zu Fuß ablaufen, besonders im älteren Kern rund um die Kathedrale.
Die Synagoge aus dem Jahr 1595 am Vicolo Olper zählt zu den besterhaltenen jüdischen Sakralbauten Europas und zeugt von der einst bedeutenden jüdischen Gemeinde des Ortes. Im Inneren sind kunstvolle Holzarbeiten und liturgische Gegenstände zu sehen, die Einblick in die religiöse Praxis vergangener Jahrhunderte geben.
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