Faeto, italienische Gemeinde
Faeto ist eine kleine Gemeinde in der Provinz Foggia, in der apulischen Region Italiens, auf einem Berggipfel im Subapennin gelegen. Die engen Gassen und schlichten Steinhäuser gruppieren sich um einen zentralen Platz, umgeben von ausgedehnten Buchenwäldern, die das Dorf auf allen Seiten einrahmen.
Das Dorf entstand im Mittelalter als Bergsiedlung, bewohnt von Gemeinschaften, die vermutlich aus frankoprovenzalischen Gebieten Südfrankreichs eingewandert waren. Diese Herkunft hat dem Ort eine Sprache und eine Lebensweise hinterlassen, die sich bis heute von den umliegenden apulischen Dörfern unterscheidet.
Faeto ist eine der wenigen Gemeinden Italiens, in der noch Frankoprovenzalisch gesprochen wird, eine Sprache, die mit dem Französischen und Okzitanischen verwandt ist. Ältere Einwohner nutzen sie noch im Alltag, und wer aufmerksam durch das Dorf spaziert, kann Gespräche hören, die an keine andere Region Italiens erinnern.
Das Dorf ist am besten mit dem Auto über kurvenreiche Bergstraßen zu erreichen, da es keinen direkten Zug- oder Busanschluss gibt. Sobald man dort ist, kann man alles bequem zu Fuß erkunden, da das Dorf klein ist und die Wege durch den umliegenden Wald gut begeh bar sind.
Obwohl Faeto tief in Apulien liegt, klingt die Sprache, die man auf den Gassen hören kann, eher wie ein altes Dialekt aus den Alpen als wie irgendetwas aus Süditalien. Das Frankoprovenzalische, das hier gesprochen wird, ist mit dem der Täler des Aostatals und der Schweiz verwandt, nicht mit dem der apulischen Nachbardörfer.
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