Lesina, italienische Gemeinde
Lesina ist ein Dorf in der Provinz Foggia in der Nähe des Gargano-Vorgebirges, das sich wie eine schmale Zunge auf einer Lagune ausbreitet. Der Ort wird von dieser Lagune umgeben, die etwa 29 Kilometer lang ist und flaches, salziges Wasser mit Aal-, Meeräschen- und Goldbrassen-Beständen enthält, die Fischer mit traditionellen Methoden fangen.
Die Region wurde bereits in der frühen Jungsteinzeit besiedelt, wie steinerne Werkzeuge zeigen, die für Fischerei und Landwirtschaft verwendet wurden. Lesina selbst entstand als bedeutende Stadt in der Römerzeit als potenzieller Handelshafen, war später eine mittelalterliche Festung, die Flüchtlinge aus zerstörten Städten aufnahm, und erlebte im Laufe der Jahrhunderte Rückgänge durch Erdbeben und Überschwemmungen.
Der Name Lesina stammt vom lateinischen "Alexina" ab und erinnert an die römische Vergangenheit des Ortes. Heute kann man im Dorf die einfache Lebensweise der Fischer beobachten, die ihre Netze unter den Häusern reparieren und die lokale Tradition der Aalfischerei bewahren, die in der Dezemberfeier der Festa della Paranza gefeiert wird.
Das Besucherzentrum von Lesina bietet Aquarien, naturkundliche Museen und ethnografische Ausstellungen, um die Geschichte und Natur des Gebiets zu verstehen. Wanderer und Radfahrer können die Naturschutzgebiete und den Bosco Isola erkunden, während Bootstouren und Kanufahrten einen direkten Zugang zur Lagune ermöglichen.
Eine kleine Insel namens San Clemente erinnert an ein Kloster, das bei einem Tsunami 1627 zerstört wurde; bei Ebbe sind noch heute die Grundmauern sichtbar. Diese Stätte erzählt von den natürlichen Katastrophen, die die Region geprägt haben, und steht heute unter Schutz als stummes Zeugnis der Vergangenheit.
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