Grottaglie, Keramikkünstlerstadt in Apulien, Italien.
Grottaglie ist eine Gemeinde in der Provinz Tarent in Apulien, die auf einem Kalksteinplateau liegt und von tiefen Schluchten durchzogen wird. Die steilen Felswände enthalten natürliche Höhlen, die über Jahrhunderte als Werkstätten und Lagerräume genutzt wurden.
Das Kastell des Erzbischofs entstand im 15. Jahrhundert als Sommerresidenz der Oberhirten von Tarent. Die Region war schon in der Antike besiedelt, wie Keramikfunde aus dem 8. Jahrhundert vor Christus zeigen.
Der Name stammt vom lateinischen Wort für Grotte und verweist auf die Höhlen in den Kalksteinfelsen ringsum. Besucher sehen oft Töpfer bei der Arbeit, die ihre Keramik nach alten Methoden formen und brennen.
Das Keramikviertel erreicht man zu Fuß vom Ortszentrum und erlaubt das Beobachten von Handwerkern in ihren Werkstätten. Die Kunstschule aus dem späten 18. Jahrhundert bietet Einblick in traditionelle Herstellungsweisen und verkauft Stücke vor Ort.
Das Museum im ehemaligen Kastell zeigt Keramikstücke, die bis in die vorgriechische Zeit zurückreichen. Die Stadt gehört offiziell zu den 28 anerkannten Keramikzentren Italiens.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.