Palmanova, Sternförmige Festungsstadt in Friaul-Julisch Venetien, Italien
Palmanova ist eine Gemeinde in der Region Friaul-Julisch Venetien im Nordosten Italiens und steht auf der vorläufigen Liste des UNESCO-Welterbes. Die Anlage bildet einen neunzackigen Stern mit drei großen Eingangstoren aus istrischem Stein, die symmetrisch an den Hauptachsen liegen.
Die Republik Venedig gründete die Festung im Jahr 1593, um ihre östlichen Grenzen gegen Bedrohungen durch das Osmanische Reich zu sichern. Französische Truppen übernahmen die Anlage später während der napoleonischen Kriege und erweiterten einige militärische Strukturen.
Der Name stammt vom venezianischen Wort für Palme und verweist auf die ursprüngliche Absicht, einen neuen strategischen Stützpunkt zu schaffen. Besucher bemerken heute vor allem den offenen Charakter des zentralen Platzes, wo Cafés und lokale Geschäfte den Alltag der Bewohner prägen.
Autofahrer erreichen den Ort über die Autobahnen A23 und A4, während Zugverbindungen zwischen Udine und Cervignano regelmäßig hier halten. Die Sternform ist am besten vom Boden aus zu erkennen, wenn man vom Zentrum zu den äußeren Befestigungen spaziert.
An den drei Eingangstoren sind noch Reste der ursprünglichen Zugbrücken zu sehen, die einst den einzigen Zugang zur Stadt regelten. Die Festungswälle bilden heute Spazierwege, von denen aus man den vollständigen Grundriss überblicken kann.
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