Tarcento, italienische Gemeinde
Tarcento ist eine Gemeinde im Nordosten Italiens, am Ende des Tals des Flusses Torre gelegen, an der Grenze zwischen der friaulischen Ebene und den Julischen Voralpen. Die Ortschaft liegt auf flachem Grund, während sich dahinter die Hügel und Vorberge erheben und das Tal nach Norden in die Berge öffnet.
Tarcento war seit dem Mittelalter ein Durchgangsort zwischen der Ebene und den Bergen, was ihm eine gewisse regionale Bedeutung verlieh. Im Jahr 1976 verwüstete ein schweres Erdbeben die Region Friaul und hinterließ auch in Tarcento erhebliche Schäden, woraufhin die Ortschaft in den folgenden Jahren wieder aufgebaut wurde.
Tarcento verdankt seinen Namen vermutlich einer vorrömischen Wurzel, die sich auf die umliegenden Hügel bezieht. In der Ortschaft stehen noch heute Villen aus dem frühen 20. Jahrhundert, die gebaut wurden, als wohlhabende Familien aus Udine hierher kamen, um sich in den Sommermonaten zu erholen.
Tarcento liegt an einer Straße, die von Udine in die Berge führt, und ist daher ein natürlicher Ausgangspunkt für Ausflüge in die Julischen Voralpen. Rund um die Ortschaft gibt es Wege, die durch Hügel und Weinberge der Colli Orientali del Friuli führen.
Jedes Jahr in der Nacht vom 5. auf den 6. Januar werden rund um Tarcento große Holzfeuer entzündet, die auf Friaulisch pignarûi genannt werden und Teil eines alten Brauches zur Feier der Heiligen Drei Könige sind. Der Funkenflug soll nach volkskundlicher Überlieferung anzeigen, wie die Ernte im kommenden Jahr ausfallen wird.
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