Martina Franca, Historische Kommune im Valle d'Itria, Italien.
Martina Franca ist eine Gemeinde in der Provinz Tarent in Apulien, die sich auf einem Hügel im Valle d'Itria erhebt und für ihre barocken Bauten mit weißem Kalkstein bekannt ist. Das historische Zentrum wird von vier monumentalen Toren umschlossen, die in ein Netz schmaler Gassen führen, wo sich Paläste mit verzierten Fassaden, Kirchen mit reichen Stuckarbeiten und kleine Plätze mit gepflasterten Böden aneinanderreihen.
Im Jahr 1300 verlieh Philipp I. von Anjou den Siedlern besondere Privilegien und Steuerbefreiungen, die den Namen Franca prägten und das Wachstum der Stadt förderten. Zwischen dem 17. und 18. Jahrhundert verwandelten lokale Adelsfamilien das Zentrum durch den Bau von Barockpalästen und Kirchen, die das heutige Stadtbild definieren.
Der Name der Stadt geht auf die Steuerbefreiungen zurück, die sie im Mittelalter erhielt, während Martin von Tours ihr den ersten Teil gab. Heute gehört sie zu den Gemeinden, die die traditionelle Architektur des Itria-Tals mit ihren weißen Fassaden und verzierten Steinportalen bewahren.
Die Gemeinde liegt auf 431 Metern über dem Meeresspiegel auf einem Hügel, von dem aus man weite Blicke über das Valle d'Itria hat. Das Zentrum ist zu Fuß begehbar, und die Eisenbahnverbindungen der Ferrovie del Sud Est verbinden den Ort mit Bari, Tarent und anderen Städten der Region.
Das Festival della Valle d'Itria bringt seit 1975 jeden Sommer seltene und vergessene Opern in den Palazzo Ducale und lokale Kirchen, die als Spielorte für Aufführungen dienen. Im Zentrum stellen lokale Produzenten noch heute Capocollo her, ein traditionelles gepökeltes Fleisch aus Schweinenacken, das nach alten Methoden im Itria-Tal zubereitet wird.
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