Gallipoli, Küstenkommune in der Provinz Lecce, Italien
Gallipoli ist eine Küstenstadt in der Provinz Lecce im Südosten Apuliens, die sich auf eine kleine Kalksteininsel und das gegenüberliegende Festland verteilt. Eine steinerne Brücke aus dem 16. Jahrhundert verbindet beide Teile über das ionische Wasser und trennt den alten Ortskern vom modernen Viertel mit seinen breiten Straßen und neueren Gebäuden.
Die Siedlung begann als messapische Kolonie und wurde später nach Kämpfen mit Pyrrhos und Tarent Teil des Römischen Reiches im Jahr 265 v. Chr. Im 18. Jahrhundert entwickelte sie sich unter Ferdinand I. der Beiden Sizilien zum wichtigsten Handelsplatz für Olivenöl im Mittelmeerraum.
Der Name leitet sich vom griechischen Kallipolis ab, was schöne Stadt bedeutet und noch heute in der Architektur der Altstadt zu sehen ist. Die Gassen der Insel sind eng und verwinkelt, um Schutz vor Wind und Sonne zu bieten, während Bewohner auf kleinen Plätzen zusammenkommen.
Die Altstadt auf der Insel erreicht man zu Fuß über die Brücke, während das moderne Viertel auf dem Festland mehr Parkplätze und breitere Gehwege bietet. Am besten erkundet man beide Bereiche getrennt, um die engen Gassen der Insel ohne Zeitdruck zu erleben.
Unter vielen Gebäuden der Altstadt befinden sich unterirdische Ölmühlen aus dem 17. und 18. Jahrhundert, in denen Lampenöl für den Export nach ganz Europa gepresst wurde. Einige dieser hypogäischen Räume sind heute zu besichtigen und zeigen noch die originalen Steinpressen und Becken.
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