Adria, Antike Hafenstadt in Venetien, Italien
Adria ist eine Gemeinde in der Provinz Rovigo in Venetien, zwischen dem Fluss Adige und dem Po gelegen, deren heutige Bebauung vier Meter über den Resten einer etruskischen Siedlung steht. Der Ort liegt inmitten einer von Kanälen durchzogenen Ebene, wo Felder und Gehöfte das Landschaftsbild prägen.
Siedler aus dem venetischen Volk errichteten hier Pfahlbauten im Sumpfland, bevor etruskische Händler um 530 vor Christus eine Hafenstadt gründeten. Später ließen sich griechische Kaufleute nieder, und römische Schiffe nutzten den Hafen, bis Ablagerungen die Küste nach Osten verschoben.
Der Name des Ortes leitet sich von einem venetischen oder etruskischen Wort ab und bezeichnete ursprünglich dunkles Wasser oder Sümpfe, bevor er auf das nahe Meer übertragen wurde. Besucher können im archäologischen Museum Objekte sehen, die Handelskontakte zwischen mehreren antiken Völkern belegen.
Die Straßen im Zentrum sind größtenteils eben und leicht zu Fuß zu erkunden, wobei das archäologische Museum einen guten Ausgangspunkt für einen Rundgang bietet. Die Umgebung lässt sich per Fahrrad erkunden, da flache Wege entlang der Kanäle durch die ländliche Ebene führen.
Der heutige Küstenverlauf liegt 22 Kilometer östlich des ursprünglichen Hafens, nachdem Flussablagerungen das Land über Jahrhunderte hinweg vergrößert haben. Trotz dieser Verschiebung trägt das gesamte Meer noch immer den Namen dieses Ortes.
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