Castello, Wohnbezirk in Venedig, Italien
Castello ist das größte der sechs Stadtteile Venedigs und erstreckt sich vom Markusplatz bis zur östlichen Kante der Inselstadt. Es umfasst unterschiedlichste Bereiche von ruhigen Wohnstraßen bis zum beeindruckenden Arsenale, dem historischen Schiffsbaukomplex mit seinen alten Lagerhallen und breiten Wasserwegen.
Der Name stammt von einer Festung, die im 8. Jahrhundert auf der Insel San Pietro di Castello gebaut wurde und dem Viertel seinen Namen gab. Das Arsenale entwickelte sich später zum Zentrum der venetianischen Schiffsbauindustrie und machte die Region zur Lebensader der Seerepublik.
Das Arsenale prägt das Viertel mit seiner Vergangenheit als Zentrum der venetianischen Schiffsbaukunst, wo Besucher heute noch die alte Werftkultur spüren können. Der Ort erzählt von den Menschen, die hier arbeiteten und die Schiffe bauten, die Venedigs Macht zur See begründeten.
Man erreicht das Viertel am besten mit den Vaporetto-Linien 4.1 und 5.1, die entlang der äußeren Bereiche fahren und gute Verbindungspunkte bieten. Die östlichen Teile sind weniger überlaufen als die Zentrumsgebiete, daher lohnt sich ein Besuch außerhalb der Stoßzeiten für ein entspannteres Erkunden.
Die Kirche San Giorgio dei Greci bezeugt eine historische griechische Gemeinschaft, die in Castello lebte und ihre orthodoxe Tradition bis heute bewahrte. Das Viertel zeigt damit eine kulturelle Vielfalt, die oft übersehen wird, wenn man nur an die venetianische Geschichte denkt.
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