Murano, Glasbläserinsel in Venedig, Italien
Murano ist eine Ansammlung von sieben kleinen Inseln im venezianischen Lagunensystem, etwa anderthalb Kilometer nördlich des historischen Zentrums von Venedig gelegen. Die Inseln sind durch steinerne Brücken miteinander verbunden, und schmale Kanäle teilen die Siedlung in mehrere Abschnitte.
Die Republik Venedig verlegte im Jahr 1291 alle Glasöfen aus der Hauptstadt auf diese Inseln, um die Brandgefahr in der dicht bebauten Stadt zu verringern. Über die folgenden Jahrhunderte entwickelte sich hier eine geschlossene Gemeinschaft von Glasbläsern mit streng gehüteten Techniken.
Die Glasöfen brennen noch heute in den Werkstätten entlang der Kanäle, wo Handwerker nach jahrhundertealten Methoden arbeiten. Besucher können durch die offenen Türen zusehen, wie geschmolzenes Glas zu Vasen und Skulpturen geformt wird.
Wasserbusse fahren regelmäßig von verschiedenen Anlegestellen in Venedig ab und erreichen mehrere Haltestellen auf den Inseln. Der Hauptanlegepunkt liegt in der Nähe des Leuchtturms, von wo aus sich die Werkstätten und Kirchen bequem zu Fuß erkunden lassen.
In der Basilika Santa Maria e Donato liegen hinter dem Altar vier große Knochen, die der Legende nach von einem Drachen stammen, den der heilige Donatus getötet haben soll. Tatsächlich handelt es sich vermutlich um die Rippen eines prähistorischen Wals.
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