Negrar di Valpolicella, Weingemeinde in Provinz Verona, Italien
Negrar di Valpolicella ist eine Gemeinde in der Provinz Verona, die sich über ein Gebiet aus Hügeln und Ebenen nordwestlich der Stadt erstreckt. Das Gebiet gliedert sich in sieben Ortsteile, die jeweils eigene Ortszentren mit Kirchen, Plätzen und Weinkellern besitzen.
Römische Siedler begannen hier ab dem ersten Jahrhundert vor Christus mit dem Weinbau und hinterließen Spuren ihrer Bauwerke unter der heutigen Oberfläche. Die Gemeinde in ihrer heutigen Form entstand im 19. Jahrhundert durch den Zusammenschluss mehrerer kleiner Dörfer.
Der Ortsname leitet sich vom lateinischen "niger" ab und verweist auf die dunklen Böden, die den Rebsorten der Gegend ihren besonderen Charakter verleihen. Besucher bemerken die Trockenmauern aus Stein, die die Weinberge terrassieren und seit Jahrhunderten das Gefälle stabilisieren.
Die Weinkeller und Weingüter öffnen in der Regel nach vorheriger Anmeldung, da viele Betriebe familiengeführt sind und nicht auf spontane Besuche eingestellt sind. Die Straßen zwischen den Ortsteilen sind gut ausgeschildert, aber oft schmal und kurvenreich.
In den Höhlen des Ortsteils Prun verlaufen von Hand gemeißelte Gänge, die vermutlich seit der Antike als Lagerräume für Wein dienten. Diese unterirdischen Kammern bleiben das ganze Jahr über kühl und feucht, was ihre ursprüngliche Funktion noch heute nachvollziehbar macht.
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