Adda, Alpenfluss in der Lombardei, Italien
Der Adda ist ein Fluss in der Lombardei in Italien, der in den Rätischen Alpen entspringt und durch den Comer See fließt, bevor er in die Poebene gelangt. Sein Lauf schlängelt sich durch enge Täler im Norden und weitet sich im Süden zu flachen Ufern, an denen sich Wiesen und kleine Ortschaften aneinanderreihen.
Im Mittelalter markierte der Unterlauf die Grenze zwischen der Republik Venedig und dem Herzogtum Mailand, eine Linie, die nach dem Frieden von Lodi im 15. Jahrhundert festgelegt wurde. Später entstanden entlang seiner Ufer zahlreiche Kanäle und Schleusen, um den Handel und die Bewässerung zu erleichtern.
Die Einheimischen kennen den Fluss als lebendige Grenze zwischen verschiedenen Dialekten und Bräuchen in der Poebene. An seinen Ufern wechseln sich alte Mühlen und Werkstätten ab, die früher Wasserkraft nutzten und heute oft leer stehen oder umgenutzt wurden.
Entlang des Flusses verlaufen Radwege und Spazierpfade, die verschiedene Ortschaften verbinden und meist eben und gut ausgeschildert sind. Besonders im Frühling und Herbst sind die Ufer angenehm zu erkunden, da die Temperaturen mild sind und weniger Insekten unterwegs sind.
Eine alte Steinbrücke bei Trezzo überspannte im 14. Jahrhundert den Fluss mit einem Bogen von 72 Metern und galt lange als technische Meisterleistung. Diese Spannweite blieb ein Vorbild für Bauwerke, bis im 19. Jahrhundert Eisen und Stahl neue Möglichkeiten boten.
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