Vulcano, Vulkaninsel im Tyrrhenischen Meer, Italien
Vulcano ist eine Vulkaninsel im Tyrrhenischen Meer nördlich von Sizilien, ein Teil des Archipels der Äolischen Inseln mit aktivem Fumarolen-System. Der Hauptkrater Gran Cratere liegt auf einem Gipfel mit aufsteigendem Schwefelgas und Dampfwolken über kargen Hängen aus Bimsstein und Lava.
Eruptionen im späten 19. Jahrhundert prägten den heutigen Kegel und führten zur teilweisen Entvölkerung der Insel aufgrund ständiger vulkanischer Gefahren. Die Insel erlebte seit der griechischen Kolonialzeit mehrere Ausbruchsphasen, die die Landschaft mit Schichten aus Asche und erstarrter Lava formten.
Die Form des Kraters hält im Alltag der Gemeinde Leben bereit, wo Einwohner seit Generationen Fischfang und Bodenbestellung ausüben und sich an die vulkanische Umgebung angepasst haben. Lokale Traditionen umfassen die Verwendung von Thermalwasser für Heilzwecke, was seit der Antike ein fester Bestandteil der Lebensweise auf der Insel ist.
Wanderrouten zum Krater beginnen nahe der Hafenzone und dauern etwa 45 Minuten bergauf über loses Gestein, festes Schuhwerk ist notwendig. Frühmorgendliche oder späte Nachmittage bieten angenehmere Temperaturen, da der schwarze Boden Wärme speichert und Schatten selten ist.
Die Thermalaktivität unter dem flachen Meeresboden erwärmt Küstengewässer und erzeugt sichtbare Gasblasen, die durch türkisfarbenes Wasser aufsteigen. Kleine schwarze Sandstrände entstehen durch Erosion vulkanischer Asche und ziehen Besucher an, die die warmen, mit Mineralien angereicherten Küstenzonen erleben möchten.
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