Ronciglione, Mittelalterliche Kommune in der Provinz Viterbo, Italien.
Ronciglione ist eine Gemeinde in der Provinz Viterbo, die auf einem Hügel 441 Meter über dem Meeresspiegel liegt und von tiefen Schluchten umgeben ist. Die Ortschaft bietet Ausblicke über die Cimini-Berge und den Vicosee, wobei enge Gassen sich zwischen Häusern aus Stein winden.
Die Gründung erfolgte um 1045 durch die Präfekten von Vico, die das Gebiet als befestigten Außenposten kontrollierten. Unter der Herrschaft der Farnese im 16. Jahrhundert entwickelte sich die Ortschaft zu einem Zentrum für Kupfer- und Eisenverarbeitung.
Die alljährliche Karnevalsfeier verwandelt die Gassen in ein farbenfrohes Spektakel, bei dem jedes der neun Viertel durch Umzüge und Wettkämpfe seine eigene Identität zeigt. Lokale Handwerker fertigen weiterhin Masken und Kostüme nach überlieferten Mustern, die Generationen verbinden.
Die Anreise erfolgt über die Staatsstraße SS2 Cassia, die etwa 20 Kilometer von Viterbo entfernt verläuft und eine direkte Verbindung nach Rom bietet. Besucher sollten bequemes Schuhwerk mitbringen, da die Gassen teilweise steil sind und über unebenes Pflaster führen.
Das Pferderennen ohne Reiter geht auf das Jahr 1465 zurück und bleibt bis heute ein zentrales Ereignis des Karnevals. Jedes der neun Viertel entsendet ein Pferd, das frei durch die Hauptstraße galoppiert, während die Zuschauer ihre Favoriten anfeuern.
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