Monteriggioni, Mittelalterliche Festungsstadt in der Toskana, Italien.
Monteriggioni ist eine Ortschaft in der Provinz Siena in der Toskana, die auf einem Hügel über der umliegenden Landschaft thront. Die kreisförmige Anlage wird von einer durchgehenden Steinmauer umschlossen, die auf einer Länge von etwa 570 Metern verläuft und vierzehn viereckige Wachttürme sowie zwei Eingangstore im Norden und Süden aufweist.
Die Republik Siena errichtete diese Befestigungsanlage zwischen 1214 und 1219, um sich gegen Florenz zu schützen und die Handelsstraße Via Cassia zu kontrollieren. Die Anlage diente als Vorposten und wurde in späteren Jahrhunderten während regionaler Konflikte mehrfach umkämpft.
Der Ort trägt seinen Namen von einem alten Hügel, auf dem er steht, und behält bis heute seine mittelalterliche Struktur mit einem zentralen Platz und engen Gassen. Bewohner leben innerhalb der alten Mauern und nutzen die historischen Gebäude als Wohnhäuser, Werkstätten und kleine Geschäfte.
Besucher können entlang der Wehrmauer spazieren und eine Ausstellung mittelalterlicher Waffen besichtigen. Die Anfahrt erfolgt am besten mit dem Auto, da der Ort abseits größerer Verkehrswege liegt und die Parkplätze außerhalb der Mauer liegen.
Dante erwähnt diesen Ort in der Göttlichen Komödie und vergleicht die vierzehn Türme mit Riesen, die den Abgrund der Hölle umgeben. Der Dichter kannte die Anlage vermutlich persönlich und nutzte ihr eindrucksvolles Erscheinungsbild als literarisches Bild.
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