Val d’Orcia, Kulturlandschaft in Provinz Siena, Italien
Val d'Orcia ist eine Kulturlandschaft im Süden der Toskana, die sich über sanfte Hügel, Weinberge, Olivenhaine und mittelalterliche Dörfer erstreckt, die durch geschwungene Straßen und Zypressenalleen verbunden sind. Die Landschaft folgt dem Verlauf des Flusses Orcia und seiner Nebenflüsse, wobei gepflügte Felder und Weiden ein Mosaik aus warmen Farbtönen bilden.
Adlige Familien errichteten ab dem 14. Jahrhundert landwirtschaftliche Güter, als die Region zu einem wichtigen Handelskorridor zwischen Rom und Florenz wurde. Die Medici förderten später die Umgestaltung der Landschaft durch gezielte Bepflanzung und den Bau von Bauernhöfen, die bis heute das Erscheinungsbild prägen.
Die Renaissance-Architektur von Pienza gibt dem Tal seinen Namen, da Papst Pius II. seine Heimatstadt als "ideale Stadt" umgestalten ließ. Lokale Familien pflegen jahrhundertealte Weinberge und stellen Pecorino-Käse her, während die Dörfer ihre mittelalterlichen Marktplätze bis heute für wöchentliche Märkte nutzen.
Wanderwege verbinden Weingüter und historische Dörfer durch die Hügel, wobei Frühling und Herbst milde Temperaturen und klare Sicht auf die umliegenden Täler bieten. Einige Abschnitte sind steil und unbefestigt, daher sind feste Schuhe für Spaziergänge abseits der asphaltierten Straßen ratsam.
Die Crete Senesi bilden eine eigene Unterlandschaft mit Tonformationen, die graue Oberflächen schaffen und je nach Tageszeit ihre Farbe wechseln. Im Sommer trocknen die Risse im Boden aus und bilden geometrische Muster, die von den umgebenden grünen Hügeln kontrastieren.
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