Mal di Ventre, Mittelmeerinsel in der Provinz Oristano, Italien
Mal di Ventre ist ein Graniteilland vor der Küste Sardiniens, das sich etwa 2 Kilometer in die Länge erstreckt und maximal etwa 18 Meter über dem Meeresspiegel aufragt. Das felsige Gelände bietet wenig Vegetation, aber mehrere antike Strukturen aus römischer Zeit sind auf der Oberfläche sichtbar.
Die Insel war bereits in der Antike besiedelt, wie römische Brunnen und andere Überreste zeigen, die bis heute erhalten sind. Diese Strukturen deuten darauf hin, dass das Eiland für die Römer ein wichtiger Ort für die Wasserversorgung war.
Der Name der Insel stammt aus dem Sardischen und bezieht sich auf die starken Winde, die die Gewässer rund um das Eiland prägen. Besucher bemerken heute noch, wie der Wind das Wasser und die Vegetation der Insel formt.
Die Insel ist nur mit dem Boot erreichbar, wobei Fahrten von den Häfen Cabras und Putzu Idu während der Schifffahrtssaison angeboten werden. Wer sich dort aufhält, sollte bedenken, dass es kaum Schutz vor der Sonne und den Winden gibt.
Ein lokaler Aktivist versuchte 2008, eine unabhängige Republik auf der unbewohnten Insel zu gründen und errichtete dafür ein blaues Zelt. Diese ungewöhnliche Episode zeigt, wie das abgelegene Eiland manchmal zum Schauplatz unerwarteter Ereignisse wird.
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