Agnone, Berggemeinde in der Provinz Isernia, Italien
Agnone liegt auf einem Hügel in 830 Metern Höhe nahe des Flusses Verrino und verteilt sich mit mittelalterlichen Gebäuden und Steinhäusern auf neun unterschiedliche Viertel. Die Struktur der Gemeinde folgt dieser Aufteilung, die bis heute das Zusammenleben prägt.
Die Siedlung geht auf römische Zeiten zurück und zeigt Spuren der Samniter sowie späteren kulturellen Entwicklungen in der Region. Über Jahrhunderte hinweg blieb der Ort ein wichtiger Punkt in Molise.
Das Fest der Ndocciata findet im Dezember statt, wenn Bewohner aus verschiedenen Stadtvierteln mit großen hölzernen Fackeln durch die Straßen gehen und Dudelsackmusik erklingt. Dieses Fest zeigt, wie die Gemeinde ihre Viertel bis heute als eigenständige Gemeinschaften sieht.
Der Ort hat Busverbindungen zu größeren Städten in Molise, aber für die Erkundung der Umgebung ist ein Auto sinnvoll. Die steinigen Straßen in den alten Vierteln sind schmal, sodass man mit etwas zusätzlicher Zeit rechnen sollte.
Die Pontificia Fonderia Marinelli ist seit dem Jahr 1000 aktiv und produziert Bronzeglocken, die weltweit versendet werden. Ein Museum zeigt die handwerkliche Tradition dieser ältesten noch tätigen Glockengießerei Europas.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.