Piscina mirabilis, Römische Zisterne in Bacoli, Italien
Die Piscina Mirabilis ist ein unterirdisches Wasserbecken aus der Antike, das unter der modernen Stadt Bacoli verborgen liegt und Besuchern einen direkten Blick auf römische Ingenieurskunst ermöglicht. Die Struktur erstreckt sich über große Flächen mit massiven Säulen, die den unterirdischen Raum in mehrere Kammern unterteilen und das Gewicht der Erde darüber tragen.
Das Becken wurde während der Herrschaft von Kaiser Augustus erbaut und diente als Endpunkt eines Systems, das Wasser über große Entfernungen transportierte. Es spielte eine wichtige Rolle in der Versorgung der römischen Flottenbasis und zeigt, wie die Römer Wasser für militärische und städtische Zwecke verwalteten.
Der Name 'Mirabilis' stammt vom italienischen Dichter Francesco Petrarca, der die Struktur während seines Besuchs bewunderte und sie als bemerkenswert beschrieb. Heute können Besucher diese historische Benennung in Führungen und Informationstafeln nachverfolgen, die die literarische Verbindung zwischen Antike und Renaissance zeigen.
Der Zugang erfolgt über eine Metalltreppe am nordwestlichen Eingang, die die originalen römischen Stufen schützt und die Besichtigung sicher macht. Besucher sollten sich darauf vorbereiten, unter die Erde hinabzusteigen, daher sind bequeme Schuhe und eine Taschenlampe oder Kopflampe hilfreich, um die unterirdische Umgebung besser zu erkunden.
Das unterirdische Becken war so groß, dass es als Wunderwerk der Wasserwirtschaft galt und militärische Operationen über Monate hinweg unterstützen konnte. Die römischen Ingenieure schufen damit ein System, das ohne Pumpen allein durch Schwerkraft und Gefälle funktionierte, eine Meisterleistung der Hydraulik ihrer Zeit.
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