Camerano, Mittelalterliche Stadt in der Provinz Ancona, Italien
Camerano ist eine kleine Stadt in der Provinz Ancona, die auf einem Hügel zwischen den Ausläufern des Apennins und der Adriaküste liegt. Der Ort ist von sanften, grünen Hügeln umgeben, auf denen Landwirtschaft betrieben wird.
Das ausgedehnte Netzwerk von unterirdischen Tunneln wurde vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert in Sandstein gegraben und diente ursprünglich zum Schutz vor Überfällen von außen. Diese Tunnelanlage mit ihren Kammern und Brunnen entstand aus praktischen Bedürfnissen der Bevölkerung über viele Jahrhunderte hinweg.
Die Kirche San Giovanni Battista im Zentrum zeigt typische Merkmale der mittelalterlichen Architektur der Gegend mit ihrem Steingewölbe und den schlichten Fassaden. Die traditionellen Häuser mit ihren engen Gassen prägen bis heute das Bild des alten Ortskerns.
Die unterirdischen Tunnel sind teilweise zugänglich und können mit Führung erkundet werden, wobei man Kammern mit Kreuzsymbolen, alte Brunnen und in Sandstein gehauene Lagerräume sieht. Der Besuch erfordert bequeme Schuhe und Vorsicht auf unebenem Untergrund in den schmalen, teilweise niedriger werdenden Passagen.
Während des Zweiten Weltkriegs boten die unterirdischen Tunnel lokalen Bewohnern Zuflucht, die dort längere Zeit vor Luftangriffen Schutz suchten. Dieses historische Ereignis zeigt, wie die seit Jahrhunderten angelegten Strukturen bis in die moderne Zeit hinein ihre schützende Funktion erfüllten.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.