Gambettola, italienische Gemeinde
Gambettola ist eine kleine Gemeinde in der Provinz Forlì-Cesena, die sich entlang der historischen Via Emilia erstreckt. Die Stadt liegt auf flachem Land zwischen Küste und Hügeln und besteht aus engeren Straßen mit Läden, Werkstätten und modernen Einrichtungen, die von landwirtschaftlichen Flächen und grünen Räumen umgeben sind.
Der Ort entstand im 13. Jahrhundert als Waldsiedlung und wurde erstmals im 15. Jahrhundert als Villa Bosco erwähnt, bevor er unter die Herrschaft der Familie Malatesta fiel. Nach Napoleons Invasion verschmolz die Stadt mit Nachbarorten und erhielt Mitte des 19. Jahrhunderts ihren heutigen Namen zurück, erlitt aber im Zweiten Weltkrieg massive Zerstörungen, die zum Wiederaufbau führten.
Der Name Gambettola erinnert an die Wälder, die einst die Gegend prägten. Heute wird die Stadt von lokalen Handwerkstraditionen geprägt, besonders von der Herstellung bedruckter Stoffe mit verrosttem Eisen und von der berühmten Piadina Romagnola, einem einfachen Fladenbrot, das zum Alltag der Bewohner gehört.
Der Ort ist leicht mit dem Zug oder Auto über nahegelegene Städte wie Forlì oder Rimini erreichbar, wobei beide Flughäfen etwa 28 Kilometer entfernt sind. Die beste Zeit zum Besuch ist Mai oder September, wenn die große Mostrascambio-Messe mit hunderten Ständen stattfindet, oder November für die traditionelle Hanf-Messe mit lokalen Handwerksprodukten.
Die Familie Pascucci betreibt seit 1826 ein Geschäft für bedruckte Stoffe mit oxidiertem Eisen, wobei bekannte Künstler wie Tonino Guerra eigene Muster entwarfen. Ein Großteil der Wiederaufbautätigkeit nach dem Krieg wurde durch die Sammlung und den Verkauf von Schrott, Metallen und Autoteilen geprägt, was später zur Spezialisierung auf Antiquitätenmärkte führte.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.