Raffadali, italienische Gemeinde
Raffadali ist ein kleiner Ort in Sizilien auf Kalksteinhügeln gelegen. Die Gemeinde hat enge Straßen mit traditionellen Häusern, einen zentralen Platz mit älteren Gebäuden und mehrere Kirchen im Barockstil, darunter die Chiesa Madre mit ihrem wertvollen Kunstschatz aus der Renaissance.
Raffadali wurde im Jahr 1507 von Pietro Montaperto gegründet, der die Siedlung unter arabischen Fundamenten auf bereits bewohntem Land aufbaute. Die Familie Montaperto herrschte über das Gebiet bis 1812, als die Feudalrechte abgeschafft wurden.
Der Name Raffadali stammt aus arabischen Worten und bedeutet wahrscheinlich "das beste Dorf". Die engen, gewundenen Straßen der Altstadt zeigen noch heute die ursprüngliche arabische Stadtplanung und prägen das Bild des Ortes.
Raffadali liegt etwa 100 bis 120 Kilometer von den Flughäfen Palermo und Trapani entfernt und ist am besten mit dem Auto oder Bus zu erreichen. In der Stadt selbst erkundet man die Gassen am besten zu Fuß, da die Straßen eng sind und die Hauptsehenswürdigkeiten nah beieinander liegen.
Im Jahr 1507 breitete sich die Pest in Sizilien aus, doch Raffadali überstand die Seuche unter rätselhaften Umständen. Die Bewohner schreiben ihre Rettung der Jungfrau Maria zu, was zu einer Tradition von jährlichen Prozessionen und Festen führte, die bis heute andauert.
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