Deutschordensballei An der Etsch und im Gebirge, Deutschordensballei im Südtirol, Italien
An der Etsch ist eine Ballei des Deutschen Ordens in Südtirol, dem norditalienischen Gebiet rund um den Fluss Etsch. Die Ballei umfasst mehrere Gemeinden und Pfarreien, die sich über Täler und Siedlungen dieser Gegend verteilen.
Der Ursprung der Ballei geht auf eine Schenkung aus dem Jahr 1202 zurück, als die Bozner Bürger Gerold und Mechthild ein Hospital und eine Kirche für den Deutschen Orden stifteten. Aus diesem ersten Besitz entwickelte sich nach und nach ein geordnetes Verwaltungsgebiet mit eigenem Sitz.
Der Name "An der Etsch" bezieht sich auf den Fluss Etsch, der das Gebiet von Nord nach Süd durchquert und das Leben der Menschen dort seit jeher geprägt hat. In den Dörfern der Region finden sich bis heute Kirchen und ältere Gebäude, die an die einstige Verwaltung durch den Deutschen Orden erinnern.
Das Gebiet erstreckt sich über mehrere Täler und lässt sich am besten durch Besuche der einzelnen Ortschaften erkunden, da jede ihre eigenen sehenswerten Gebäude und Plätze hat. In den größeren Gemeinden der Region sind Unterkünfte und grundlegende Dienstleistungen vorhanden.
Ab 1534 hatte der Landkomtur dieser Ballei einen festen Sitz im Tiroler Landtag, den er bis 1918 behielt. Das bedeutete, dass ein Ordensvertreter über fast vier Jahrhunderte hinweg direkt an den politischen Entscheidungen der Region mitwirkte.
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