Volturno, Flusssystem in Kampanien und Molise, Italien
Der Volturno ist ein Flusssystem in Kampanien und Molise, das von den Apenninen aus fließt und sich über etwa 175 Kilometer erstreckt, bis es bei Castel Volturno nördlich von Neapel ins Tyrrhenische Meer mündet. Das Einzugsgebiet umfasst mehrere Tal- und Berglandschaften, die das Wasser aus verschiedenen Zuflüssen sammeln.
Der Fluss spielte bereits in der Römerzeit eine Schlüsselrolle, als die Siedlung Volturnum 194 v.Chr. gegründet wurde, um die Region mit dem Handel zu verbinden. Im Zweiten Weltkrieg war er dann ein natürliches Hindernis zwischen deutschen Verteidigungsstellungen und allierten Truppen, die ihn 1943 überquerten.
Der Fluss war in der Antike ein wichtiger Handelsweg und die Römer gründeten an seiner Mündung eine Siedlung, um Waren zwischen Inland und Küste zu transportieren. Diese Verbindung prägte die wirtschaftliche Entwicklung der Region für Jahrhunderte.
An mehreren Stellen lässt sich der Fluss am besten von den Uferwegen aus beobachten, besonders in der Nähe von Dörfern wie Capua und im Tiefland von Kampanien. Die flachen Uferabschnitte sind leicht zu erreichen und bieten gute Ausblicke auf den Wasserlauf und die Landschaft.
Der Fluss hat den höchsten Wasserabfluss in Süditalien und wurde im 20. Jahrhundert durch einen Damm reguliert, der Bewässerung für die umliegenden Felder ermöglicht. Dieser Eingriff machte das Flusssystem zu einer wichtigen Grundlage der modernen Landwirtschaft in der Region.
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