Kampsilvan, Weiler und Einsiedelei in Velo Veronese, Italien
Camposilvano ist eine Fraktion und ein kleiner Weiler in Velo Veronese, hoch in den Monti Lessini über Verona gelegen. Er besteht aus Steinhäusern mit geneigten Dächern und engen Wegen sowie einem Geopaleontologischen Museum und dem Naturphänomen Cóvolo, einer großen Einbruchdoline, die das Herzstück des Ortes bildet.
Camposilvano war jahrhundertelang eine der dreizehn kleinen Gemeinden der Lessinia, deren Bevölkerung vor allem aus den Cimbri stammte, einem Volk germanischer Herkunft, das sich in den Bergen niedergelassen hatte. Die kleine Kirche San Carlo Borromeo wurde Anfang des 17. Jahrhunderts errichtet, und der Glockenturm kam erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts hinzu.
In der Nacht vor Weihnachten versammeln sich die Dorfbewohner am Cóvolo, um eine Messe zu feiern, bei der der Chor 'Le Falie' singt. Diese Tradition findet nicht in einer Kirche statt, sondern direkt am Eingang der Felshöhle, was die Feier zu einem besonderen Erlebnis macht.
Das Geopaleontologische Museum ist der beste Ausgangspunkt für einen Besuch, da von dort ein Weg direkt zum Cóvolo führt. Der Eingang der Doline ist gut sichtbar, aber das Innere ist aus Sicherheitsgründen gesperrt und kann nicht betreten werden.
Der Cóvolo entstand vor etwa zwei Millionen Jahren durch den Einsturz einer Karsthöhle und weist durch seine Thermoinversion selbst im Sommer Eis in seinem Inneren auf. Früher nutzten die Dorfbewohner diese natürliche Kälte als Kühlkeller, um Lebensmittel über den Sommer frisch zu halten.
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