Quattro Canti, Straßenkreuzung im Zentrum von Catania, Sizilien, Italien
Die Quattro Canti in Catania sind ein städtisches Straßenkreuzung im Herzen der Stadt, wo die Via Etnea und die Via Antonino di Sangiuliano aufeinandertreffen. An jeder der vier Ecken steht ein Gebäude mit abgeschrägter, gerundeter Fassade, wodurch der Kreuzungsbereich insgesamt eine achteckige Form erhält.
Das Kreuzungsviereck entstand in der Zeit nach dem verheerenden Erdbeben von 1693, als Catania im Barockstil wiederaufgebaut wurde. Die vier Gebäude wurden nach und nach von verschiedenen Adelsfamilien errichtet, die jeweils ihren Einfluss auf das Stadtbild hinterlassen wollten.
An jeder der vier abgeschrägten Gebäudeecken erkennt man die typischen Stilelemente des sizilianischen Barocks: gerundete Winkel, ornamentierte Gesimse und dunkler Lavasteinschmuck. Jedes der vier Gebäude war einst im Besitz einer Adelsfamilie aus Catania, was dem Platz noch heute eine gewisse Würde verleiht.
Die Quattro Canti liegen direkt an der Hauptachse der Stadt und sind zu Fuß leicht erreichbar. Es empfiehlt sich, früh am Morgen vorbeizukommen, wenn der Verkehr noch ruhig ist und die Fassaden im Morgenlicht gut zu sehen sind.
Von 1915 bis 1934 verliefen Straßenbahngleise direkt durch das Kreuzungsviereck und verbanden Catania mit Städten wie Acireale. Die Gleise sind längst verschwunden, aber die Gebäude blieben unberührt, was zeigt, wie der Verkehr einst mitten durch diesen historischen Bereich floss.
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