Grammichele, italienische Gemeinde
Grammichele ist eine Gemeinde in der Metropolitanstadt Catania in Sizilien, bekannt für ihren sechseckigen Stadtgrundriss mit einem zentralen Platz, von dem aus breite Straßen strahlenförmig abgehen. Das Stadtzentrum ist kompakt und vollständig auf diesen geometrischen Plan ausgerichtet, der bis heute gut erhalten ist.
Die ursprüngliche Stadt wurde durch das Erdbeben von 1693 vollständig zerstört, das weite Teile Ostsiziliens verwüstete. Der Wiederaufbau erfolgte auf einem neuen Standort nach einem bewusst geplanten Grundriss, der barocken Ideen von Stadtordnung folgte.
Die hexagonale Stadtanlage von Grammichele ist so präzise umgesetzt, dass man sie beim Spaziergang durch das Zentrum sofort wahrnimmt. Der zentrale Platz ist der natürliche Treffpunkt der Einwohner, besonders am Abend, wenn die Straßen ruhiger werden.
Das Stadtzentrum lässt sich gut zu Fuß erkunden, da die Straßen vom zentralen Platz aus gleichmäßig abgehen und die Orientierung erleichtern. Ein Besuch am Nachmittag oder frühen Abend ist angenehm, wenn die Wärme nachlässt und das Leben auf den Plätzen wieder auflebt.
Das Stadtmodell von Grammichele wurde von Carlo Maria Carafa, dem Fürsten von Butera, in Auftrag gegeben und war von Idealstadtentwürfen der Renaissance inspiriert, die bis dahin kaum je tatsächlich realisiert worden waren. Anders als viele ähnliche Pläne blieb dieser nicht auf dem Papier, sondern wurde vollständig gebaut und ist noch heute bewohnbar.
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